Neue Medusen-Sonderaussstellung

Neue Sonderausstellung
10 Tons · Medusen · Ernst Haeckel

Laufzeit der Ausstellung 25.5.2019 bis 1.11.2020

Die öffentliche Führung am Mittwoch, 17.7.19 um 18:00 Uhr kann leider nicht stattfinden.

Informationen zur neuen Sonderausstellung HIER

Faltblatt 10 Tons - Medusen - Ernst Haeckel

Bauarbeiten abgeschlossen

Das Museum ist nach der Eröffnung der Ausstellung 10 Tons - Ernst Haeckel - Medusen ab dem 25. Mai wieder regulär geöffnet (montags Schließtag). Wir danken für die Geduld während der letzten Umbauwochen!

Informationen zur invasiven Zackenschote im Raum Jena

Anfang Juni 2019

Die Pflanzen müssen ab sofort gemäht werden. Dies verhindert, dass die Samen ausreifen und die Pflanzen sich weiter verbreiten. Angesprochen sind insbesondere Straßenmeistereien, Landwirte und sonstige Landbesitzer (Grünland und Randstreifen).

Pflanzen, die bereits früh im Jahr gemäht wurden, haben einen kleineren zweiten Blütentrieb. Diese Pflanzen sind in der Entwicklung etwas zurückgeworfen, so dass sie jetzt noch gestochen werden können - die Reste kann man noch problemlos liegen lassen.

Solange die Pflanzen noch blühen, erfolgt kaum eine Reifung nach der Mahd. Bei sonnigem Wetter vertrocknen die Pflanzen unschädlich. Pflanzen, die bereits reif sind, sollten von den Flächen entfernt werden (als Heu, für Biogas etc.) Es sollte sichergestellt werden, dass reife Samen nicht verteilt werden, sondern dass das Material konzentriert wird (auch z.B. auf lokalen Kompostmieten).

Abgeschnittene Pflanzen treiben als Rosette wieder aus. Rosetten können sehr gut gestochen werden - bis in November hinein, solange sie sichtbar sind.

Hier kann ein Faltblatt heruntergeladen werden:
Faltblatt über die Zackenschote (Auflage 2015)

Das Faltblatt ist auch kostenlos im Museum erhältlich und kann für andere Kommunen nachgedruckt werden. Helfen Sie mit, die rasante Ausbreitung dieser Pflanze zu stoppen. Viele Wiesenbiotope stehen auf dem Spiel: Hat die Zackenschote hier einmal Fuß gefasst, nehmen die Bestände bei falscher Behandlung rasch zu und die übrige Wiesen-Vegetation verschwindet. Ackerrandstreifen verarmen, selbst in lichte Wälder dringt die Pflanze vor.

Die wirkungsvollste lokale Bekämpfung liegt im tiefen Ausstechen der Wurzeln. Die Zackenschote sollte ansonsten ca. Ende Mai / Anfang Juni gemäht werden, da dann die Samenreife einsetzt.

a) Wird früher gemäht, so treiben die Pflanzen eine zweite Blüte aus.

b) Spätere Mähtermine haben zur Folge, dass eine stetig wachsende Zahl von Samen reif ist und damit die weitere Ausbreitung der Pflanze möglich wird. Je später der Mähtermin liegt, desto höher wird die Samenzahl.

c) Um eine Samenreife sicher zu verhindern, sind zwei Mähgänge im Mai und Juni notwendig.

d) Die Mahd sollte so selektiv wie möglich erfolgen, um die Entwicklung anderer Pflanzen zu erlauben.

Sofern die Pflanzen bereits reifen, empfehlen wir eine lokale Kompostierung auf einem großen Haufen, der in den Folgejahren kontrolliert wird. Beim Transport der Pflanzen muss darauf geachtet werden, dass keine Samenkapseln abfallen. Sinnvoll zum Sammeln sind u.a. große Laubbeutel. Mähwerke müssen gereinigt werden.

Erd- und Bodentransporte: Durch verunreinigte Erdstoffe / Böden / Kompost erfolgt zur Zeit eine Kontaminierung mit Zackenschoten in Jena und im weiteren Umkreis. Dies wird in allen neuen Baugebieten besonders deutlich.

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Foto: Straßenrand in Göschwitz

Das Faltblatt ist kostenlos an der Kasse des Phyletischen Museums erhältlich. Für nähere Informationen zum Management dieser invasiven Art können Sie Dr. Gunnar Brehm kontaktieren.

Zur dauerhaften lokalen Bekämpfung der Zackenschote empfehlen wir spatenähnliche Unkrautstecher zu verwenden (siehe Faltblatt). Diese sind in Jena im Handel bisher nicht erhältlich. Geräte können kurzzeitig im Museum entliehen werden. Eine Bestellung über das Museum ist möglich (Kosten zur Zeit 50 Euro).

Was kann man tun? Jeder der möchte kann beitragen: Tragen Sie die Information weiter, beseitigen Sie selbst insbesondere Pionier- und Einzelpflanzen, helfen Sie beim Erhalt der Thüringer Naturschutzgebiete. In Jena gibt es regelmäßig Arbeitseinsätze gegen Zackenschote, Knöterich und Goldrute.

Landwirtschaft/Straßenböschungen: Bei starkem Befall z.B. an Feldrändern ist u.U. ein Umpflügen sowie regelmäßige Mahd erforderlich. Der Einsatz von Herbiziden (gegen Zweikeimblättrige) kann sinnvoll sein – es empfielt sich aber zunächst ein mehrjähriges richtiges Management (vollständige Mahd und Unterbinden weiterer Samenproduktion).