Bauarbeiten im Mai

ACHTUNG

Geöffnet Wochenende 4./5. Mai 2019

Das Museum bleibt bis zum ca. 24.5. wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. Wir ermöglichen weiterhin Gruppen den Eintritt und bitten dies individuell telefonisch zu vereinbaren (03641 949 189). Führungen sind ebenso möglich. Wir bitten um Ihr Verständnis.

 

 

Informationen zur invasiven Zackenschote im Raum Jena

Anfang Mai 2019

Die Zackenschoten blühen in Jena seit dem 24.4.19.

Handlungsempfehlung: Die Pflanzen können zur Zeit sehr gut ausgestochen werden. Zum empfehlen sind spatenartige Geräte und Unkrautstecher, am besten zusätzlich verstärkt. Geräte können bei Dr. Gunnar Brehm am Phyletischen Museum ausgeliehen werden.

Werden die Pflanzen jetzt gemäht, treiben sie mit einem zweiten (oder dritten etc.) Trieb zur erneuten Blüte. Sie müssen daher entweder oft gemäht werden oder EINMAL, diese aber erst kurz vor Ende der Blühzeit, ab. ca. 20. Mai. Wir empfehlen daher abzuwarten und erst dann zu mähen.

Hier kann ein Faltblatt heruntergeladen werden:
Faltblatt über die Zackenschote (Auflage 2015)

Das Faltblatt ist auch kostenlos im Museum erhältlich und kann für andere Kommunen nachgedruckt werden. Helfen Sie mit, die rasante Ausbreitung dieser Pflanze zu stoppen. Viele Wiesenbiotope stehen auf dem Spiel: Hat die Zackenschote hier einmal Fuß gefasst, nehmen die Bestände bei falscher Behandlung rasch zu und die übrige Wiesen-Vegetation verschwindet. Ackerrandstreifen verarmen, selbst in lichte Wälder dringt die Pflanze vor.

Die wirkungsvollste lokale Bekämpfung liegt im tiefen Ausstechen der Wurzeln. Die Zackenschote sollte ansonsten ca. Ende Mai / Anfang Juni gemäht werden, da dann die Samenreife einsetzt.

a) Wird früher gemäht, so treiben die Pflanzen eine zweite Blüte aus.

b) Spätere Mähtermine haben zur Folge, dass eine stetig wachsende Zahl von Samen reif ist und damit die weitere Ausbreitung der Pflanze möglich wird. Je später der Mähtermin liegt, desto höher wird die Samenzahl.

c) Um eine Samenreife sicher zu verhindern, sind zwei Mähgänge im Mai und Juni notwendig.

d) Die Mahd sollte so selektiv wie möglich erfolgen, um die Entwicklung anderer Pflanzen zu erlauben.

Sofern die Pflanzen bereits reifen, empfehlen wir eine lokale Kompostierung auf einem großen Haufen, der in den Folgejahren kontrolliert wird. Beim Transport der Pflanzen muss darauf geachtet werden, dass keine Samenkapseln abfallen. Sinnvoll zum Sammeln sind u.a. große Laubbeutel. Mähwerke müssen gereinigt werden.

Erd- und Bodentransporte: Durch verunreinigte Erdstoffe / Böden / Kompost erfolgt zur Zeit eine Kontaminierung mit Zackenschoten in Jena und im weiteren Umkreis. Dies wird in allen neuen Baugebieten besonders deutlich.

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Foto: Straßenrand in Göschwitz

Das Faltblatt ist kostenlos an der Kasse des Phyletischen Museums erhältlich. Für nähere Informationen zum Management dieser invasiven Art können Sie Dr. Gunnar Brehm kontaktieren.

Zur dauerhaften lokalen Bekämpfung der Zackenschote empfehlen wir spatenähnliche Unkrautstecher zu verwenden (siehe Faltblatt). Diese sind in Jena im Handel bisher nicht erhältlich. Geräte können kurzzeitig im Museum entliehen werden. Eine Bestellung über das Museum ist möglich (Kosten zur Zeit 50 Euro).

Was kann man tun? Jeder der möchte kann beitragen: Tragen Sie die Information weiter, beseitigen Sie selbst insbesondere Pionier- und Einzelpflanzen, helfen Sie beim Erhalt der Thüringer Naturschutzgebiete. In Jena gibt es regelmäßig Arbeitseinsätze gegen Zackenschote, Knöterich und Goldrute.

Landwirtschaft/Straßenböschungen: Bei starkem Befall z.B. an Feldrändern ist u.U. ein Umpflügen sowie regelmäßige Mahd erforderlich. Der Einsatz von Herbiziden (gegen Zweikeimblättrige) kann sinnvoll sein – es empfielt sich aber zunächst ein mehrjähriges richtiges Management (vollständige Mahd und Unterbinden weiterer Samenproduktion).